DAS HERRENHAUS NEDDESITZ

Das wunderschön restaurierte Herrenhaus Neddesitz, eine bezaubernde herrschaftliche Residenz aus dem Jahre 1911, ist das Juwel dieser Anlage.

Die Fassade ist im Jugendstil mit neo-barocken Tendenzen gestaltet. Auch die Eingangshalle und das Treppenhaus enthalten noch Elemente aus den Gründerjahren. Die Residenz verfügt über sechs exklusive und einzigartig dekorierte Suiten.

Das Herrenhaus besitzt einen entzückenden Wintergarten mit Ausblick auf den angrenzenden Park, eine gemütliche Kaminstube, eine romantische Kapelle und eine private Sauna auf der oberen Etage als Sonderservice.



Von 1813 bis 1995 befand sich das Gut Neddesitz im Besitz der Familie Gierke. Damals bestand dieses 92 Hektar Anwesen aus landwirtschaftlich nutzbarem Land und einer Kreidefabrik. Der Boden, aus stark mit Kreide durchsetzter Erde, gab Grund zu der Annahme, dass große Kreidevorkommen unter der Oberfläche zu finden waren, was die Bodenproben tatsächlich bestätigten. Daraufhin wurden im Jahre 1855 die Rügener Kreidewerke "Fritz Gierke" gegründet.

Mit der Erweiterung der Kreidewerke und der Öffnung der internationalen Märkte kam der Wohlstand und nun entstand der Bedarf auf eine Residenz zur Unterbringung der Familie des Hausherrn und seiner Dienerschaft; es wurde ein Herrenhaus gebaut.

Im Jahre 1901 gab der damalige Besitzer der Kreidewerke (Gierke) den Bau seines Herrenhauses in Auftrag. Nach dem Schild über dem Haupteingang wurde der Bau im Jahre 1911 beendet und kostete damals 80.000 Goldmark.

Erstaunlicherweise wurde 1945 keine Enteignung vorgenommen und die landwirtschaftliche Tätigkeit wurde bis hin zu den Ereignissen der "Aktion Rose" im Jahre 1953 aufrecht erhalten. Dies führte dazu, dass die landwirtschaftliche Verwaltung der Anwesens an die Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) "Neues Deutschland" zwangsverpachtet wurde. 1962 wurden dann die Kreidewerke geschlossen und fünf Jahre später (1967) wurde auf Drängen des Bezirksrats von Rügen das Herrenhaus von Neddesitz dem Staat kostenlos zur Verfügung gestellt. Bis 1976 wohnte die Familie Gierke weiterhin in einem kleinen Teil des Herrenhauses. 1995 wurde der Familienbesitz veräußert.

Im Auftrag des damaligen Besitzers wurde im Oktober 1995 mit den Reparaturarbeiten, der Modernisierung und der Renovierung dieses unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes begonnen; dank der Dachreparatur in den 70er Jahren war das Bauwerk gut erhalten.

Im Oktober 1995 übernahm die Diplomarchitektin Sonja Fischer aus Sassnitz die Aufgabe, diesem herrschaftlichen Haus seine alte Pracht zurück zu verleihen.

Die Fassade musste völlig neugemacht werden; die Arbeiten begannen mit der Renovierung einiger Teile des Mauerwerks im Hauptgesims und endeten mit der Sanierung der Stuckelemente, oder deren genauen Kopie, sowie mit der Ergänzung fehlender Teile der Dekoration. Im Innenbereich des Hauses bestand die Hauptaufgabe darin, die zentrale Treppe mit ihrem reich verzierten Geländer, sowie die reich verzierten Ornamentfenster im Innenbereich zu erhalten. Die Holztäfelung wurde an der Oberfläche mit einer Lasurtechnik kunstvoll renoviert. Die wenigen noch brauchbaren Elemente und Bodenfliesen wurden im Jagdzimmer kreativ verwendet.

Am 15. August 1997 wurde das renovierte Herrenhaus mit seinen sechs herrschaftlichen Suiten, drei Konferenzräumen, einem Kaminzimmer, einem Restaurant und einem Biergarten an das Hotelmanagement übergeben.

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