
Klopstockhaus
Das Klopstockhaus gehört zu den Städtischen Museen Quedlinburg. Daran sind eine Bibliothek und ein Archiv angeschlossen. Das Haus wurde 1570 im niedersächsischen Fachwerkstil erbaut und ist damit Bestandteil des historischen Bildes der Fachwerkstadt Quedlinburg. 1724 wurde hier der berühmte Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock (1724 - 1803) geboren, dessen Namen auf das Haus übergangen ist. Klopstocks Bedeutung beruht auf der Begründung der klassischen deutschen Literatur. Bis zu seinem Tod genoss er größte gesellschaftliche Anerkennung und seine Werke wurden häufiger gelesen als die seiner Zeitgenossen Goethe und Schiller.
Zu seiner Beerdigung in Hamburg erschienen mehrere tausend Menschen, was für die damaligen Verhältnisse höchst ungewöhnlich war. Die Rezeption seiner Werke nahm im Verlauf der Jahre jedoch stark ab – auch heute nimmt sein Ansehen nicht den Rang ein, den er zu Lebzeiten hatte. Seit 1899 informiert eine Ausstellung im Klopstockhaus in Quedlinburg über sein Leben und Werk.
Darüber hinaus gibt es noch Ausstellungen zu anderen berühmten Quedlinburgern. So ist Dorothea Christiane Erxleben (1715 – 1762) die erste promovierte Ärztin Deutschlands. Friedrich GutsMuths (1759 - 1839) ist ein bedeutender Pädagoge des 18. Jahrhunderts und Begründer des Turnens. Carl Ritter (1779 – 1859) ist neben Alexander von Humboldt der Begründer der wissenschaftlichen Geographie. Eine große Sammlung des Malers Wilhelm Steuerwaldt (1815 – 1871) kann hier ebenfalls besichtigt werden.



